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Skitourentage im Vinschgau

26.03.2025

Acht hochmotivierte und skitourenhungrige Mitglieder der DAV Sektion Biberach machten sich am 26. März auf den Weg ins Vinschgau.

Auf der Hinfahrt bogen wir am Reschensee noch ins Rojental ab und bestiegen unter der sehr erfahrenen Führung von Heinz Reinhardt bei durchwachsenen Wetter- und Schneeverhältnissen die Hintere Scharte (2698 m). Die Sicht auf die umliegenden Berge wurde leider immer schlechter, so dass die Gipfelrast ausfiel. Die Schneeverhältnisse waren dann doch besser als erwartet, so dass wir den einen oder anderen Pulverschneehang genießen konnten. Den Einkehrschwung mussten wir dann leider bis kurz vor unserer Unterkunft in Laatsch verschieben.

Am nächsten Morgen war eine Skitour auf den Piz Dora, 2951 m im Val Müstair vorgesehen. Vom Kirchlein in Tschierv ging es durch den lichten Lärchenwald zur auffallenden Lichtung Funtana Grossa, 1922 m bis zur Waldgrenze und weiter zur malerisch gelegenen kleinen Hütte Era da la Bes-cha, 2200 m. Durch stark kupiertes Gelände stiegen wir Richtung Süden bis zu einem kleinen Taleinschnitt, der uns in einem S-formigen Bogen bis zum Gipfel, 2951 m brachte. Wir hatten bei gutem Wetter eine großartige Aussicht auf die Bergriesen der Ortleralpen und einen Nahblick auf eine wenig bekannte Urlandschaft mit mächtigen Gipfeln, wie Piz Schumbraida, 3125 m oder Piz Mutaröl, 3180 m. Die Abfahrt bei unterschiedlichen Schneeverhältnissen führte uns auf schönen Hängen zurück nach Tschierv.

Für den dritten Tag sah die Wettervorhersage nicht so stabil aus und wir beschlossen nach Sulden am Ortler zu fahren um die Suldenspitze mit 3376 m zu besteigen. Zunächst ging es mit der Gondel hinauf zur geschlossenen Schaubachhütte, 2580 m und von hier in mäßiger Steigung auf den spaltenfreien Suldenferner. Nach Erreichen des Eisseepasses, 3133 m war es nur noch ein kurzes Stück zum Gipfel. Leider war uns der Blick auf die Zufallspitzen und den Monte Cevedale durch Wolken verwehrt. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto konnten wir dann 700 hm im Pulverschnee auf den Nordhängen des Suldengletschers schwelgen. 

Am Samstag war dann stürmisches und regnerisches Wetter angesagt, so dass wir mit Spaziergängen nach Glurns und Mals einen erholsamen Tag einlegten.

Dafür konnten wir am Sonntag nochmals das Wetter und den Schnee genießen. Von der 1720 m hoch gelegenen Ortschaft Schlinig ging es auf einem Ziehweg stetig leicht ansteigend zur Kälberhütte, 2100 m und weiter über kupiertes Gelände auf den Vorgipfel des Kälberberges, 2577 m. Da wir ja noch eine längere Heimfahrt vor uns hatten, war hier unser Gipfel und wir genossen die tolle Aussicht auf unsere Ziele der letzten Tage. Die Abfahrt hinunter zur Kälberhütte bot uns nochmals schönen Pulver.

Es waren ein paar sehr schöne, erlebnisreiche Tage mit einigen hundert Höhen-metern, etlichen Spitzkehren, abwechslungsreichen Abfahrten und einer tollen Gruppe mit vielen humorvollen und interessanten Gesprächen in einer sehr guten Unterkunft.